ENDZEITKULISSEN: HELL

AT: “2016 - Das Ende der Nacht” Auftraggeber: Paramount Pictures - Produktion: Caligari Film und Fernsehproduktion - Regie: Tim Fehlbaum - Kamera: Markus Förderer - Production-Design: Heike Lange
Tim Fehlbaum ist ein Jungregisseur, der bereits sehr positiv aufgefallen ist: Er gewann nämlich den renommierten Kurzfilmpreis „Shocking Shorts Award“ für seinen Achtungserfolg „Für Julian“.
Für seinen ersten großen Kinofilm gewann er Katastrophenfilmlegende Roland Emmerich als ausführenden Produzenten („Das Arche Noah Prinzip“, „Godzilla“, „2012“) und den nicht minder bekannten Produzenten Thomas Wöbke (”Jenseits der Stille”, “Crazy”, “Anatomie”).
„Hell“ sollte ein Genrefilm werden und dennoch sparsam und minimalistisch gestaltet sein.
Die Story: Die uns bekannte Welt existiert nicht mehr. Seit Jahren brennt die Sonne unerklärlich heiß auf die Erde nieder.Phillip, seine Freundin Marie und ihre Schwester Leonie sind auf dem Weg in die Berge, um dort vermeintliche Wasserreserven zu finden. Sie sind jedoch nicht allein auf der Suche. Es beginnt ein Überlebenskampf in einer Welt ohne Zukunft.
Da der Film auf Korsika, im Bayrischen Wald und in Brandenburg gedreht wurde, benötigte die Szenenbildnerin Heike Lange ein Bauteam in Bayern und eins in Brandenburg. Der Herstellungsleiter Ralph Remstedt hatte schon öfter gute Erfahrungen mit den Filmbauarbeitern gemacht und so kam es zu einer Zusammenarbeit.
Unter Leitung von Kim Hüfner wurde im brandenburgischen Gardeleben aus einer leerstehenden Tankstelle eine Endzeittankstelle gemacht.
Fünf Filmbauarbeiter mussten innerhalb von vierzehn Tagen das Set dressen: Alles Signalfarbene – auch im Tankstellenhäuschen - musste entfernt werden. Regale, Inventar, Tapeten und Müll musste auf Kinolook getrimmt werden.
Der Maler Frank Seffner musste mit seinem Aging-Team nahezu jedes Bauteil auf dem Objekt umstreichen und patinieren, bis schließlich eine Endzeitkulisse präsentiert werden konnte, die es durchaus mit „Mad Max“ oder „I’m Legend“/ „Der Omega-Mann“ aufnehmen konnte.
Die Herausforderung war, dass keine dieser Baumaßnahmen von Dauer sein durfte: Alle Blenden, Umbauten und Bemalungen mussten nach Ende der Dreharbeiten wieder zurückgebaut werden, als wäre nichts geschehen.
Nach Abschluss der Dreh- und Bauarbeiten war für den Tankstellenbesitzer tatsächlich kein Unterschied zum vorherigen Zustand festzustellen und er dachte nicht mal ansatzweise daran, irgendwelche Kannibalen könnten auf seiner Immobilie ihr Unwesen getrieben haben.
Ein Unwesen übrigens, das auf dem 29. Filmfest München mit dem Förderpreis Deutscher Film bedacht worden ist.

Montag, August 1st, 2011 01 - FILMBAU- & FOTOBAUTEN

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