OFFROAD - EIN ROADMOVIE MIT 50 KILO KOKS

Der Drogenfund

Der Drogenfund

Auftraggeber: ZDF/ Paramount Pictures (Verleih) Produktion: Claussen+Wöbke+Putz Filmproduktion GmbH - Regie: Elmar Fischer - Kamera: Philipp Kirsamer - Szenenbild: Wolfgang Arens

Als der Regisseur und Autor Elmar Fischer eines Tages die Zeitung aufschlug und ihn ein Artikel über eine Pleite des deutschen Zolls erwartete, wusste er augenblicklich, dass er daraus einen Film machen musste:
Der Zoll hatte nämlich das Fahrzeug eines Drogenkuriers beschlagnahmt, 20 Kilo Kokain sichergestellt und anschließend den Wagen versteigert. Wenige Wochen später stand der Ersteigerer wieder beim Zoll auf der Matte: Er hatte weitere 50 Kilogramm Kokain in dem Wagen gefunden. - Der Zoll hatte sie übersehen.
Aus dieser Grundidee entwickelte Elmar Fischer eine Actionkomödie für Nora Tschirner (”Kebab Connection”, “Keinohrhasen”, “Bon appétit”) und Elyas M’Barek („Die Welle“, „Türkisch für Anfänger, „Zweiohrküken“):
Ein junges, patentes Mädel aus Fischers Heimatort Geilenkirchen will aus dem Spießer-Mief ausbrechen und verliebt sich in einen Berliner Deutsch-Türken. - Es wäre alles einfach, würde sie nicht von drei Möchtegern-Kriminellen verfolgt werden, weil sich im Kofferraum ihres beim Zoll erstandenen Grand Wagooners 50 Kilo Kokain befinden.

Die Münchner Kinoproduzenten „Claussen+Wöbke+Putz“ stiegen ein und man entschied sich für ein bewährtes Team: Wie schon bei „Im Dschungel“ übernahm Phillip Kirsamer den Posten des Kameramanns, Wolfgang Arens den des Szenenbildners und Udo Reinschke übernahm das Construction-Management für die Filmbauarbeiter.
Das bewährte Innenrequisiteursteam Nancy Müller und Harald Voß arbeitete diesmal mit dem Außenrequisiteur Marinus Haas zusammen.
Schon schnell zeigte sich, dass die Menge an Fahrzeugen nur bewältigt werden konnte, wenn man einen Car-Coordinator engagierte. - Insbesondere die Tatsache, dass an jedem Drehtag zumindest ein Hauptspielfahrzeug gefordert war, machte das Engagement eines versierten In-Picture-Car-Coordinators unumgänglich: Jan Kubkowski übernahm diesen – für das Gelingen des Roadmovies - wesentlichen Posten.
Ähnlich entscheidend war es, dass die Ausstattung sich sehr genau mit zwei anderen Abteilungen absprach: Zum einen mit der Stuntabteilung (Action Concept unter Leitung von Ramazan Bulut) und zum anderen mit dem Special-Effects-Team der Pyrotechnik GmbH von Michael Bouterweck.
Bei den Stunts wurde noch bis zum jeweiligen Drehtag an den Details gefeilt und das bedeutete natürlich noch manch eine spontane Änderung bezüglich der Schäden an Ausstattung und Autos oder dass sich Anforderungen änderten, neue Rampen gebaut und durch Ausstattungsteile versteckt werden mussten.
Insbesondere beim Showdown-Dreh war eine sehr gewissenhafte, koordinierte Planung von Nöten: Schließlich musste der riesige Jeep durch eine Palette mit Flaschen fahren, durch ein „Be-Berlin“-Plakat fliegen; der Gangster-Mercedes musste hart bremsen, seinen Beifahrer ausspucken, dann weiter rasen und sich auf einem Flohmarkt spektakulär überschlagen.
Am Ende der Dreharbeiten gab es für die Filmbauarbeiter noch einen kleinen, kreativen Leckerbissen: Es mussten drei kleinere Sets im Studio errichtet werden, die man an den Originalschauplätzen nicht drehen konnte, weil sie zu eng waren.
Im größten Studio der Berliner Union Film entstand eine Toilette, in welcher Axel Milberg eine Line Koks ziehen sollte, die Kabine eines Hostelschiffs, in welchem Nora Tschirner während des Berlinteils des Films lebt und schließlich ein Nachbau des Badezimmers, in welcher der Endkampf um die 50 Kilo Koks stattfinden sollten.
Warum hier eine Waschmaschine die zentrale Rolle spielt, erfahren Sie schon bald in Ihrem Kino.

Freitag, August 5th, 2011 01 - FILMBAU- & FOTOBAUTEN

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